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Einweihung einer Gedenktafel für Fritz-Dietlof von der Schulenburg

Ein besonderer Höhepunkt war am vergangenen Samstag (27.09.2025) die Einweihung einer Gedenktafel gegenüber vom Schloss bzw. dem Herrenhaus in Klein Trebbow. Die Holztafel, eine Replik, war ursprünglich 1944 von Tisa von der Schulenburg, verheiratete von Barner, im Gedenken an ihren am 10. August 1944 ermordeten Bruder Fritz-Dietlof geschnitzt worden.

Als „Motor des Widerstands“ (Mommsen) wurde er nach dem fehl geschlagenen Hitler-Attentat am Abend des 20. Juli im Bendlerblock verhaftet und am 10. August 1944 durch den „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt, am selben Tag wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Die 1944 im Gutspark Klein Trebbow an einem Baum angebrachte Holzplatte war, als das Laub fiel und man seinen Leitspruch „Ich hab`s gewagt mit Sinnen und trag des doch kein Reu“ (Ulrich von Hutten) lesen konnte, durch die SS entfernt worden. Seitdem ist die Tafel verschollen.

Auf Initiative und im Auftrag von Angela Bohrer, der Tochter von Charlotte und Fritz-Dietlof von der Schulenburg, wurde jetzt eine Replik geschaffen, die in Anwesenheit der Familie von der Schulenburg und vielen Gästen aus der Gemeinde, der näheren Umgebung und aus Dorsten, NRW, am 27. September an einer Eiche am Schloss angebracht wurde.

Zur Einweihung sprachen Angela Bohrer, Tochter, und Elisabeth Ruge, Enkelin von Charlotte und Fritz-Dietlof von der Schulenburg, sowie der Schlossbesitzer Andre Zarse. Die Enkel Alexander und Andrew Bielenberg entfernten den symbolischen Eichenkranz, der von SchülerInnen der Förderschule „Fritz-Dietlof von der Schulenburg“ Neukloster gebunden worden war.

Im Anschluss lud der Förderverein Denkstätte Teehaus Trebbow zu Gesprächen und zu Kaffee und Kuchen ein.

Wir danken allen Unterstützern der Veranstaltung, insbesondere Andre Zarse und seinem Team, der Gemeinde und dem Pflegeteam der Seniorenwohngemeinschaft Klein Trebbow sowie den Kolleginnen und Kollegen der Partnerschulen: der Verbundenen Regionalen Schule und Gymnasium „Tisa von der Schulenburg“ Dorf Mecklenburg, der Förderschule Neukloster und dem Fridericianum Schwerin.

Ramona Ramsenthaler